Unsere Arbeit

Die Hunde in den Canilen in und um Rom haben kaum eine Lobby. Canile funktionieren nicht wie Tierheime im üblichen Sinne. Sie haben vielmehr den Charakter und die Qualität von Sammellagern, aus denen die meisten Hunde – sind sie einmal drin – nie wieder heraus kommen. Die Allermeisten fristen ein trostloses Dasein: eingesperrt in kahlen, kalten Zwingern, ohne je Zuneigung und menschliche Wärme zu erfahren. Viele werden dort geboren und sterben auch dort. Von der Straße sammeln, wegsperren und vergessen – das ist gängige Praxis in Italien. Mehr über die Arbeitsweise der Canile und ihrer Betreiber können Sie hier erfahren.

Indem wir einigen Hunden die Möglichkeit auf ein hundewertes Leben geben und sie aus den Canilen raus und nach Deutschland bringen, lösen wir die Problematik in Italien natürlich nicht. Vielmehr muss ein Umdenken in den Köpfen der Verantwortlichen und eine Veränderung der Handhabung vor Ort stattfinden. Auch dabei bemühen wir uns um Aufklärung, indem wir immer wieder das Gespräch mit den zuständigen Stellen in Italien suchen.

Und dennoch können und wollen wir nicht die Augen davor verschließen, dass die Situation nun einmal so ist, wie sie ist und wir wollen nicht darauf warten, dass politische Entscheidungen in Italien vielleicht eine Wende bringen. Wir sind uns darüber im Klaren, dass unsere Hilfe bei der Vielzahl der Hunde einen Tropfen auf den heißen Stein bedeutet und dass sie – solange sich nichts an der Sichtweise im italienischen Tierschutz ändert – ein Fass ohne Boden bleibt. Oft genug haben wir schon überlegt, aufzugeben und unsere Arbeit einzustellen. Die Widrigkeiten sind häufig so stark, dass wir versucht sind, uns abzuwenden. Aber das Wissen um die Hoffnungslosigkeit der Situation der Hunde dort und die Resignation und Traurigkeit in ihren Augen lassen uns nicht schlafen. Und so machen wir weiter.

Was tun wir also?

  • Wir suchen in erster Linie für die Hunde gute Plätze in Deutschland, und ab und an auch in der Schweiz
  • Wir lassen kranke Hunde in Italien auf unsere Kosten behandeln
  • Wir holen besonders gefährdete oder kranke Hunde aus den Canilen und bringen sie in Italien in Pensionen, wo sie besser betreut werden oder zu privaten Tierschützern
  • Wir arbeiten vor Ort mit Tierschützern, Gemeinden, Politikern und Behörden zusammen
  • Wir fordern von den Übernehmern tierärztliche Gutachten an, die uns helfen zu belegen, dass die Hunde oft chronische Leiden haben, die vor Ort nicht behandelt wurden. Damit können wir die zuständigen italienischen Amtsveterinäre auf Defizite in der Versorgung der Hunde aufmerksam machen und vielleicht langfristig die Situation für die Hunde verbessern
  • Wir fordern tierärztliche Atteste über schlecht kastrierten oder, trotz gesetzlicher Verpflichtung, nicht kastrierte Hündinnen an und legen sie ebenfalls den zuständigen Veterinären vor

Unsere Ansprechpartnerinnen in Italien fahren Hunderte von Kilometern quer durch´s Land,

  • um die verschiedenen Canile zu besuchen, mit den Betreibern zu sprechen, um zu schauen, wie es den Hunden geht und ob sie noch am Leben sind. Einige der Hunde werden fotografiert oder gefilmt und es wird versucht, sie ein wenig kennenzulernen (sofern man davon in diesem Rahmen überhaupt sprechen kann), damit wir Ihnen so viele Informationen wie möglich geben können
  • um zu den zuständigen ASL(= Veterinäramt/Amststierarzt) zu  fahren, wo sie die für die Ausreise der Hunde erforderlichen EU-Pässe bekommen. Oft ist der Weg umsonst, weil man bei Behörde A angekommen, dann doch zu Behörde B, wieder 200 km in die andere Richtung geschickt wird
  • um die Hunde zwecks Impfung, Entwurmung oder weil sie krank sind und Behandlung benötigen zu Tierärzten zu bringen.

Wir organisieren Sachspenden, Boxen und Transporte, wir organisieren Vor- und Nachkontrollen für Hunde mit Platzangeboten in Deutschland oder führen sie selbst durch. Wir arbeiten mit anderen Tierschutzvereinen, Tierschutzorganisationen und Privatpersonen zusammen. Wir stehen als Ansprechpartner für Interessenten und Übernehmer zur Verfügung, die wir beraten, betreuen und mit denen wir Kontakt halten. Wir stellen Hunde in verschiedenen Portalen ein und informieren über die Gegebenheiten in Italien.

Wir suchen nicht nur gute End- und Pflegeplätze für die Hunde, sondern setzen sie auch um, wenn es einmal nicht „passt“ – leider das Schwierigste überhaupt, denn sind die Hunde erst einmal in Deutschland, findet sich leider oft nicht so schnell eine neue Pflegestelle. So muss ein Hund gelegentlich notgedrungen in eine (kostenintensive) Hundepension umziehen, wo er manchmal leider viel zu lange auf einen passenden Adoptanten wartet.
Auch für Hunde, die von einem Tierschutzverein oder einer Tierschutzorganisation übernommen werden, versuchen wir Vermittlungshilfe zu leisten. Speziell, wenn es um schwieriger zu vermittelnde Hunde geht (z.B. ältere Hunde oder Leishmaniose-positiv getestete), ist mehr Unterstützung bei der Suche nach einem Zuhause für immer erforderlich.

Sie sehen, unsere Aufgaben sind vielfältig und alleine nicht zu bewältigen. Durch die Unterstützung vieler, lieber Menschen in privater Initiative oder in Vereinen konnte schon vielen Hunden der Start in ein neues Leben ermöglicht werden.

Danke dafür, und dafür, dass ihr die Hunde nicht im Stich lasst!

 

 

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